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Nationalpark Harz – sagenumwobene Bergwildnis 

Im Harz können Sie ursprüngliche Natur erleben. Wandern Sie durch Märchenwälder, beobachten Sie Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum, entdecken Sie die neu entstehende Wildnis.

Der Nationalpark Harz liegt in einer der faszinierendsten Mittelgebirgslandschaften Europas. Der Nationalpark Hochharz wurde 1990 ausgewiesen. Er liegt zwischen Schierke im Süden und dem Eckertal im Norden und erstreckt sich über rund 90 Quadratkilometer rings um den 1.142 m hohen Brocken. 1994 kam der Nationalpark Harz dazu. Er liegt zwischen Bad Harzburg im Norden und Herzberg im Süden und ist mit etwa 158 Quadratkilometern sogar noch größer. Beide Nationalparke sind jetzt unter dem Namen „Nationalpark Harz“ vereinigt.

Sagenhafte Tier- und Pflanzenwelt

Sagenumwobene Bergwildnis ist das Markenzeichen des Nationalparks. Herrliche Buchenwälder werden von urigen Fichtenwäldern abgelöst. Dazwischen liegen, inselartig eingestreut, die in Mitteleuropa einmaligen Harzer Hochmoore. In ihnen sind viele seltene und an diesen Lebensraum besonders angepasste Tier- und Pflanzenarten zu Hause. Hier findet man noch den fleischfressenden Sonnentau, der mit seinen Klebtröpfchen Insekten fängt. Charakteristisch für die Landschaft des Nationalparks sind außerdem die schroffen Felsformationen - wahre Meere aus Stein - und schnell herabrauschende oder leise murmelnde Gebirgsbäche. Wer sich besonders für die Pflanzenwelt interessiert, der kann auf dem höchsten Gipfel des Harzes eine Überraschung erleben: Im Brockengarten werden Pflanzen aus ganz Europa gezeigt.

Die Tierwelt des Nationalparks ist vielfältig. Wenn man Glück hat, bekommt man Rothirsche, Rehe, Wildschweine oder Füchse zu Gesicht. Um sie zu erleben, wurde die Wildtier-Beobachtungsstation am Molkenhaus bei Bad Harzburg eingerichtet. Die Vogelwelt des Harzes ist allgegenwärtig: Bunt- und Schwarzspecht, Ringdrossel und Wasseramsel sind nur einige Arten, von denen viele auch tagsüber gut zu beobachten sind. Wer jedoch Raufuß- und Sperlingskauz beobachten will, muss schon etwas mehr Geduld aufbringen. Und auch die Auerhühner, die seit Jahren im Nationalpark Harz ausgewildert wurden, sind in freier Natur nur noch selten zu sehen.
Dafür können Sie die großen Vögel in einem Schaugehege bei Lonau im Süden des Nationalparks Harz beobachten und in der passenden Jahreszeit ihren urigen Balzrufen lauschen. Hier bekommen Sie auch Birk- und Haselhühner zu Gesicht. Erstmals seit fast 200 Jahren streifen wieder Luchse in freier Natur durch den Harz. Seit Herbst 2000 haben 20 Tiere im Rahmen des Luchs-Projektes des Nationalparks Harz und der Niedersächsischen Landesjägerschaft das Auswilderungsgehege im Nationalpark Harz verlassen. Sie können die schönen Wildkatzen mit den Pinselohren in einem Gehege an den Rabenklippen aus nächster Nähe beobachten.
Gipskarstlandschaft Südharz
Am Südrand des Harzes befindet sich eine einzigartige Gipskarstlandschaft. Zerklüftete Gipsfelsen, Höhlen, Erdfälle, Karstquellen und Flussversinkungen sind die Hauptattraktionen dieser Region, die sich auf einer Länge von 100 km zwischen Osterode im Westen und Sangerhausen im Osten erstreckt. Die für ganz Europa bedeutsame, spezielle geologische Situation im Südharz sorgte dafür, dass sich diese vielfältigen Karsterscheinungen - die Auswaschungen des Gebirges durch Wasser - im Laufe von Jahrtausenden entwickeln konnten. Auch die Vielfalt der Lebensraumtypen mit einer zuweilen einzigartigen Flora und Fauna gründet sich auf die besonderen natürlichen Gegebenheiten dieser Region. Geologie, Klima, Boden und Relief sorgten dafür, dass hier Buchen-, Schlucht- und Laubmischwälder wachsen. In den offenen Bereichen finden sich Halbtrocken-, Trocken- und Steppenrasen, Felsfluren, Stillgewässer und Moore. Sie können diese vielseitige Landschaft auf dem Karstwanderweg entdecken. Lassen Sie sich von fachkundigen Begleitern zu Natur-Phänomenen wie z. B. der Einhornhöhle bei Scharzfeld oder der Heimkehle bei Uftrungen führen.

Im Internet finden Sie weitere Informationen zur Gipskarstlandschaft Südharz und zum Karstwanderweg mit Vorschlägen zu Wanderrouten und geführten Wanderungen unter www.karstwanderweg.de.

Nationalparkverwaltung Harz
Lindenallee 35
38855 Wernigerode
Tel.: 03943/5502-31
Fax: 03943/5502-19
E-Mail: info@nationalpark-harz.de
www.nationalpark-harz.de

Außenstelle Oderhaus
37444 Sankt Andreasberg
Tel.: 05582/9189-0
Fax: 05582/9189-19
E-Mail: info@nationalpark-harz.de
www.nationalpark-harz.de

 

Barrierefreie Freizeitmöglichkeiten im Nationalpark Harz 

Ohne Hürden durch den Harz:
viele interessante Ausflugsziele sind barrierefrei zugänglich und erreichbar – auch mit Bus und Schmalspurbahn!

Viele Informationshäuser- und Stellen sind barrierefrei zugänglich und eingerichtet:

- Nationalparkhaus Altenau-Torfhaus, Tel.: 05320/263
- Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Tel.: 05582/923074
- Haus der Natur, Tel.: 05322/784337
- Brockenhaus, Tel.: 039455/50005

Informationen zum umfangreichen und spannenden Angebot der Häuser bekommen Sie hier: hier

Rehberger Grabenweg:
Der Wanderweg mit tollem Panorama ist auf 900m bis zum Rehberger Grabenhaus über einen rollstuhlgerechten Weg begeh- und befahrbar. Entlang des historischen Rehberger Grabens ist ein eindrucksvoller Einblick in den Nationalpark Harz und eine herrliche Aussicht über das Odertal möglich. Startpunkt: St. Andreasberg, HS Jordanshöhe

Der Weg ist das Ziel!

Mit dem Erdgasbus in den Nationalpark: Mit den absenkbaren und für Rollstuhlfahrer einfach zu besteigenden Ergasbussen der Linie 875 können Sie von der Haltestelle Berliner Platz (in der Nähe des Hauses der Natur) aus zu einer Tour in die herrlichen Buchenwälder des Nationalparks starten. Von der Rabenklippe aus hat man bei gutem Wetter eine sehr schöne Aussicht auf den Brocken. Infos: www.kvg-braunschweig.de

Mit der Schmalspurbahn auf den Brocken: Für Rollstuhlfahrer besteht in der Zeit von Mai bis Oktober die Möglichkeit, von Wernigerode und Drei Annen Hohne aus mit der Harzer Schmalspurbahn auf den Brocken zu fahren. Der Weg der Bahn führt vorbei am Goethemoor und durch den Brockenurwald und bietet herrliche Einblicke in den Nationalpark.
Anmeldung: drei Tage vorher bei der Harzer Schmalspurbahn unter Tel. 03943/5580

Weitere Informationen: beim Nationalpark unter Tel. 03943/5502-31.

Barrierefrei die Aussicht auf den Brocken genießen: 2006 neu angelegt wurde ein kurzer barrierefreier Pfad zwischen Altenau und Torfhaus, der mit einer herrlichen Aussicht auf den Brocken endet. Für Besucher des Pfades gibt es zwei Behindertenparkplätze direkt am Einstieg des kurzen Stichweges. Nähere Information bekommen Sie beim zuständigen Nationalpark-Förster unter Tel. 05328/321.
 

Anreise 

Nutzen Sie die umweltfreundliche und sichere Anreise mit der Bahn. Der moderne RegionalExpress bringt Sie zügig von Hannover, Halle und Halberstadt zu den Harzer DB Bahnhöfen Goslar, Bad Harzburg, Ilsenburg und Wernigerode. Goslar und Bad Harzburg sind auch von den ICE-und IC-Halten Braunschweig und Hildesheim stündlich erreichbar.

Herzberg und Elbingerode stehen Ihnen via Göttingen (ICE-Halt) und Northeim (InterCity-Halt) als Tore in die Nationalparke zur Verfügung. Von allen Bahnhöfen reisen Sie bequem weiter mit Bussen der RBB (Tel.: 05321/19449) und der KVG (Tel.: 0 5322/520-17/18) in das Herz des Harzes. Die Harzer Schmalspurbahn (HSB) fährt Sie auf den Brocken – das Ticket gibt es (Sonderpreis) bereits am DB Bahnhof in Ihrem Heimatort. Am Wochenende verkehrt ein direkter RegionalExpress von Berlin nach Wernigerode.

Mit dem Bus können Sie in den Nationalpark entweder über Herzberg oder den Bahnhof Bad Lauterberg - Barbis über die Strecke Northeim - Nordhausen fahren.


Informationen

KVG Braunschweig
Betrieb Bad Harzburg
Tel.: 05322/520-17/-18
www.kvg-braunschweig.de

RBB Regionalbus GmbH
Geschäftsstelle Goslar
Tel.: 05321/34310
www.rbb-bus.de

Harzer Schmalspurbahn (HSB)
Kundenservice
Bahnhof Westentor
Unter den Zindeln
38855 Wernigerode
Tel.: 039558163/558163
www.hsb-wr.de

Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (VSN)
Info-Telefon: 0551-998099
www.vsninfo.de

Mit dem Niedersachsen-Ticket und dem Sachsen-Anhalt-Ticket den Nationalpark Harz erleben!
Bis zu fünf Personen oder Eltern bzw. Großeltern (oder ein Elternteil bzw. ein Großelternteil) mit beliebig vielen eigenen Kindern oder Enkelkindern unter 15 Jahren fahren einen Tag kreuz und quer durch Niedersachsen, Bremen und Hamburg. Ohne Kilometerbegrenzung! In Niedersachsen und Sachsen-Anhalt gibt es auch ein Angebot für eine Person.

Weitere Information und Buchung zum Niedersachsen-Ticket


Auch mit dem Sachsen-Anhalt-Ticket können Sie den Nationalpark Harz günstig entdecken. Auch hier fahren bis zu fünf Personen oder Eltern bzw. Großeltern (oder ein Elternteil bzw. ein Großelternteil) mit beliebig vielen eigenen Kindern oder Enkelkindern unter 15 Jahren einen Tag kreuz und quer durch Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Ohne Kilometerbegrenzung.

Weitere Information und Buchung zum Sachsen-Anhalt-Ticket

Bahn und Umwelt im Internet: www.bahn.de/umwelt
Mobilitätsbilanz
Ein Ehepaar aus Bremen macht Urlaub im Harz. Auf der 216 km langen Fahrt nach Bad Harzburg wird mit einem Mittelklasse-PKW mehr als das 1,5fache der Menge an Kohlendioxid und sogar fast das Doppelte an Schwefeldioxid im Vergleich zur Bahn emittiert. Außerdem steigt auch der Energieverbrauch auf das Doppelte an. So sparen Sie mit der Bahn Energie und Nerven. Grundsätzlich gilt: Die Entscheidung eines Einzelnen für die Bahn verursacht keine zusätzliche Umweltbelastung, denn die Bahn fährt sowieso!

Harz-Gastkarte

Die Harz-Gastkarte bringt Ihnen handfeste Vorteile, die Ihre Urlaubskasse schonen. Rund 60 Harzorte bieten kostenlose oder preisermäßigte Leistungen und Angebote, die Sie bei Vorlage Ihrer Harz-Gastkarte erleben können. Zum Beispiel in Museen, Erlebnisbädern, Klöstern, Burgen und Schaubergwerken, bei geführten Wanderungen, Konzerten, Heimatabenden, Ausstellungen und bei Sport-Aktivitäten. Sie müssen nur Ihre Harz-Gastkarte vorlegen und schon erleben Sie die große Vielfalt des Harzes zum Spar-Tarif.

Informationen

Harzer Verkehrsverband e.V.
Marktstr. 45
38640 Goslar
Tel.: 05321/3404-0 und 05321/19433
Fax: 05321/3404-66
E-Mail: info@harzinfo.de
www.harzinfo.de

 
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