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Allgemeine Informationen - Nationalpark Sächsische Schweiz 

Bizarre Felsen, wilde Schluchten

Das Elbsandsteingebirge ist eine Erosionslandschaft der Kreidezeit beiderseits der deutsch-tschechischen Grenze.

Das Fels-Wald-Gebiet ist geprägt durch tief eingeschnittene Gründe und Täler und schroff aufragende Felsriffe. Wuchtige Tafelberge ragen aus weiträumigen Ebenheiten heraus. Einzelne Basaltkegel (ehemalige Vulkane) sind markante Erhebungen in der Landschaft.

Die Elbe fließt, von Böhmen kommend, mitten durchs Gebiet. Mit dem benachbarten Böhmischen Nationalpark steht grenzübergreifend eine der eigenartigsten Naturlandschaften Mitteleuropas unter strengem Naturschutz.

Der Nationalpark Sächsische Schweiz (93,5 km²) wurde 1990, der Nationalpark Böhmische Schweiz (79 km²) im Jahr 2000 gegründet. Das Landschaftsschutzgebiet Sächsische Schweiz (287,6 km²) wurde 1956 festgesetzt. Auf tschechischer Seite grenzt das Landschaftsschutzgebiet Elbsandsteine (CHKO Labske piskovce, 250 km2 ) an.

Das Motto "bizarre Felsen, wilde Schluchten" umreißt knapp, aber treffend den Charakter des einmaligen Naturraumes. Der Schutzgedanke beider Nationalparke lässt sich am besten im Begriff "Natur, Natur sein lassen" ausdrücken. Damit fügt sich die Sächsische Schweiz in die Familie der übrigen vierzehn deutschen Nationalparke ein.

Wer das Elbsandsteingebirge besucht, sollte wissen, dass er in einem der ältesten Wandergebiete Deutschlands unterwegs ist, wenn nicht gar dem Ältesten überhaupt. Maßgeblichen Anteil an der Entdeckung der pittoresken Landschaft hatten die beiden Schweizer Maler Adrian Zingg und Anton Graff, die Ende des 18. Jahrhunderts das sächsische Felsenland kennen lernten.

Der sich stürmisch entwickelnde Tourismus verlangte eine breitgefächerte Infrastruktur. Das damals entstandene Wanderwegenetz ist inzwischen weitverzweigt und lässt heute kaum einen bemerkenswerten Punkt aus. Dem Wanderer unserer Tage steht eine breite Auswahl von interessanten Wanderwegen zur Verfügung.

Dabei kann gewählt werden zwischen bequem und abenteuerlich, steil und gemütlich. Von besonderem Reiz sind grenzüberschreitende Wanderungen nach Böhmen. Sieben Wander-Grenzübergänge im Bereich der Sächsisch-Böhmischen Schweiz bieten ideale Wandermöglichkeiten. Die Ziele reichen vom Hohen Schneeberg übers Prebischtor bis hin zur romantischen Edmundsklamm.
Mit der Entstehung des Elbsandsteingebirges bildeten sich charakteristische Lebensräume heraus. So ist die Pflanzen- und Tierwelt auf den kargen Felsriffen völlig anders, als in den tief eingeschnittenen Schluchten. Die Klima-Umkehr (unten ist es kalt, oben warm) bezeichnet man als Kellerklima, eine typische Erscheinung im Elbsandsteingebirge. Pflanzen und Tiere haben sich optimal angepasst.

So finden wir in den tiefsten Gründen gewaltige Fichten, die eigentlich in den Mittelgebirgslagen wachsen. Auf den Basaltkuppen, die ihre Entstehung einem weit zurückliegendem Vulkanismus verdanken, finden sich reiche Buchen-Mischwälder mit einer sonst im Elbsandsteingebirge nicht vorkommenden Artenvielfalt. Im zeitigen Frühjahr blühen auf dem Großen Winterberg Frühjahrsblüher wie Hohler Lerchensporn, Frühlingsplatterbse, Neunblättrige Zahnwurz oder Gelbes Buschwindröschen.
Auf zahlreichen Felsplateaus standen im Mittelalter kleine Felsenburgen. Noch heute sind Balkenfalze, Stufenreihen, Zisternen oder Felszeichnungen zu sehen. In der Sächsischen Schweiz kann man auch den Spuren berühmter Maler folgen. Caspar David Friedrich oder Ludwig Richter, dessen 200. Geburtstag dieses Jahr gefeiert wird, haben beeindruckende Bilder vom Elbsandsteingebirge hinterlassen. Auf dem sogenannten Malerweg lassen sich noch heute die Orte finden, wo die Künstler einst ihr Bild von der Landschaft entworfen haben.

Große Teile des Elbsandsteingebirges stehen unter dem Schutz des Nationalparkes. Wer dort wandert, wird Naturausschnitte zu Gesicht bekommen, die ursprünglich und wild sind. Hier erhält der Betrachter Einblicke in das Wirken der Natur: werden - sein - vergehen.

Es gibt natürlich auch Tiere im Nationalpark zu beobachten. Aber der nachtaktive Fischotter, der scheue Luchs oder die flinken Siebenschläfer sind kaum zu erwischen. Etwas einfacher ist es mit dem pfeilschnellen Wanderfalken, wenn er im Jagdflug über den Felsen unterwegs ist. Wer seinen heiseren Schrei hört, der sollte aufmerksam die Lüfte über dem Felsrevier absuchen.
Nationalpark- und Forstamt Sächsische Schweiz
An der Elbe 4
01814 Bad Schandau
Tel.: 035022/90060
www.nationalpark-saechsische-schweiz.de

Tourismusverband Sächsische Schweiz e.V.
Bahnhofstr. 21
01796 Pirna
Tel.: 03501/470147
Fax: 03501/470148
info@sax-ch.de
www.saechsische-schweiz.de

 

Barrierefreie Angebote in der Sächsischen Schweiz 

Barrierefrei und für alle:
viele der attraktiven Freizeitangebote in der Sächsischen Schweiz können auch Menschen mit Behinderungen wahrnehmen.

Von Ausstellungen und Museen über verschiedene Tourismusinformationen bis hin zu Parks und Freizeitbädern: jede Menge spannende Erlebnisse sind garantiert.

Hier ist eine kleine Auswahl barrierefreier touristischer Highlights:

- Das Nationalparkhaus Sächsische Schweiz mit seiner interaktiven Erlebnisausstellung

- Die Festung Königstein, die alte Bergfestung mit einem traumhaften Ausblick

- Der Barockgarten Großsedlitz mit seinen Wasserspielen und Blumenrabatten

Eine umfangreiche Übersicht über alle barrierefreien Freizeitangebote finden Sie hier:www.barrierefrei.sachsen-tourismus.de


Barrierefrei Reisen: Übernachtungsmöglichkeiten

Für alle Entdecker der sächsischen Urlaubsregion gibt es ein großes Angebot an barrierefreien Unterkünften, zum Beispiel das traditionsreiche Parkhotel Bad Schandau, direkt an der Elbpromenade gelegen oder schauen Sie hier und wählen Sie aus: www.barrierefrei.sachsen-tourismus.de
 

Anreise und mobil vor Ort 

Sie können die Städte Dresden und Bad Schandau komfortabel mit ICE- bzw. IC-Zügen der Deutschen Bahn erreichen. Mit der S-Bahn fahren Sie von Dresden aus in folgende Orte im Schutzgebiet: Stadt Wehlen, Kurort Rathen, Königstein, Krippen, Schmilka-Hirschmühle und Schöna.

Die Verkehrsinfrastruktur in der Nationalparkregion ist breit gefächert. Eine Besonderheit ist die Kirnitzschtalbahn, eine historische Straßenbahnlinie, die von Bad Schandau aus direkt in den Nationalpark bis zum Lichtenhainer Wasserfall führt. Die Nationalparkbehörde wirbt für die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs mit einem Faltblatt, das die wichtigsten Bahn- und Busverbindungen enthält, die der Wanderer für seine Planungen braucht. In diesem Faltblatt finden sich auch Wandertipps und eine Karte mit allen Wanderwegen. Telefon: 035022/90060

Mit dem Sachsen-Ticket können Sie den Nationalpark Sächsische Schweiz ganz besonders günstig entdecken. Bis zu fünf Personen oder Eltern bzw. Großeltern (oder ein Elternteil bzw. ein Großelternteil) mit beliebig vielen eigenen Kindern oder Enkelkindern (bis einschließlich 14 Jahren) fahren einen Tag kreuz und quer durch Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Ohne Kilometerbegrenzung. Jetzt auch für Einzelreisende: das Sachsen-Ticket Single.
Weitere Informationen und Buchung
Bahn und Umwelt in Internet:
www.bahn.de/umwelt
Mobilitätsbilanz

Mit der Bahnanreise kann die Belastung der Umwelt deutlich verringert werden. Ein Beispiel macht es deutlich: Eine dreiköpfige Familie aus Hamburg reist mit dem Eurocity nach Bad Schandau. Auf der Fahrt wird im Vergleich zum PKW ungefähr nur die Hälfte des klimagefährdenden Kohlendioxid (CO2) emittiert. Bei den Stickoxiden - verantwortlich für die Versauerung der Böden und für Smog - ist es sogar noch weniger. So schont die Bahnfahrt nicht nur die Nerven, sondern auch die Umwelt und das Klima. Grundsätzlich gilt: Die Entscheidung eines Einzelnen für die Bahn verursacht keine zusätzliche Umweltbelastung, denn die Bahn fährt sowieso!

 
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